Wer hätte das gedacht, dass der aus 386 und 486 bekannte Co-Prozessor nochmal ein Revival feiern darf? Der aktuelle Trend der Hauptprozessoren weg vom Gigahertz-Gigantismus hin zu echter Anwendungsperformance schielt auf die in Hardware gegossene Unterstützung von oft genutzten Funktionen/Algorithmen. Viele Multimediabefehle sind in den Chips schon enthalten. Aber für rechenintensive Arbeiten eignen sich andere, wesentlich performantere und billigere(!) Chips um längen (Faktor 20) besser: die GPUs!

AMD (vormals ATI) hat hierfür Streamprocessing, Nvidia CUDA und IBM den PowerXCell8i für die Anbindung von Anwendungen an die Rechenpower der Grafikkarte. Einige Supercomputer(1,2,3) nutzen dies bereits in einer Hybrid-Configuration(1,2).

Wann diese Leistung auch für den Normaluser verfügbar ist, kann am ehesten die Apple-Gemeinde absehen: In OS X 10.6 (aka Snow Leopard) wird das Betriebssystem native die Grafikkarte als Applikationsbeschleuniger nutzen können.